Erhöhtes Infarktrisiko durch Atomanlagen
05.03.2008
Mitarbeiter von Atomanlagen haben erhöhtes Infarktrisiko
Nach einer umfassenden Studie über Angestellte von britischen Atomanlagen gibt es einen Zusammenhang zwischen erhöhter Strahlenbelastung und Mortalität durch Kreislauferkrankungen
Wenn man an die gesundheitlichen Folgen von erhöhter Strahlenbelastung denkt, wird man vermutlich erst einmal auf Krebs kommen. Bei einer Auswertung der Daten von Zehntausenden Angestellten, die in britischen Atomkraftwerken gearbeitet haben, wurden allerdings keine erhöhten Krebsraten festgestellt, sondern eine erhöhte Mortalität durch Herzerkrankungen.
Grundlage der Studie, die als Online-Vorabveröffentlichug in dem International Journal of Epidemiology erschienen ist, waren Forschungsergebnisse, die über die Langzeitwirkungen von Menschen gemacht wurden, die die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki überlebt haben und einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt waren. Dabei hatte sich gezeigt, dass die Menschen mit zunehmender Strahlenbelastung vermehrt an nicht malignen Krankheiten, vorwiegend an Kreislauferkrankungen, sterben. Mit der Untersuchung der medizinischen Daten von Angestellten von britischen Atomkraftwerken wollten die Wissenschaftler prüfen, ob sich dieser Trend auch hier bestätigt.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27433/1.html